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Schlemmen mit den „Piraten in Batavia“: Das Restaurant „Bamboe Baai“ feiert Wiedereröffnung

Schlemmen mit den „Piraten in Batavia“ Das Restaurant „Bamboe Baai“ feiert Wiedereröffnung. Bild: Europa-Park
Schlemmen mit den „Piraten in Batavia“ Das Restaurant „Bamboe Baai“ feiert Wiedereröffnung. Bild: Europa-Park

Die Piraten sind in den Holländischen Themenbereich zurückgekehrt – und sie haben allerlei exotische Spezialitäten von ihren Abenteuern mitgebracht. Neben der beliebten Attraktion wurde auch das Restaurant „Bamboe Baai“ am 28. Juli 2020 wiedereröffnet und erstrahlt in neuem Glanz. Die Gäste können nun endlich wieder auf einer gemütlichen Indoor-Terrasse inmitten einer einzigartigen Tropenlandschaft asiatische Leckereien genießen und dabei zusehen, wie die Boote der „Piraten in Batavia“ an ihnen vorbeischippern.

21 Jahre nach der Eröffnung der „Piraten in Batavia“ konnten sich die Besucher des Europa-Park 2008 mit der Einweihung des „Bamboe Baai“ auch auf eine kulinarische Reise durch Südostasien begeben. Gemeinsam mit der Familienattraktion wurde das Restaurant in den vergangenen Monaten liebevoll wiederaufgebaut und bereichert seit dem 28. Juli erneut den Holländischen Themenbereich.

Nach einer aufregenden Bootsfahrt auf den Spuren des Freibeuters Bartholomeus van Robbemond kommen die Europa-Park Besucher inmitten des indonesischen Dschungels in den Genuss exotischer Köstlichkeiten. Der Gast kann sein Nudel- oder Reisgericht frei zusammenstellen und kreiert aus einer großen Auswahl an Zutaten – von Rind und Hühnchen über Gemüse und Soja bis hin zu verschiedenen Saucen und Toppings – seine persönliche Lieblings-Bowl. Für den besonderen Frische-Kick gibt es außerdem eine bunte Salat-Bowl sowie knackige Frühlingsrollen für den kleinen Hunger. Abgerundet wird das Essen von einem der leckeren Desserts mit Urlaubsfeeling: Es erwartet die Gäste süße, gebackene Banane mit einer Tapioka-Kokos-Creme.

Das „Bamboe Baai“ ist perfekt in den Streckenverlauf der Attraktion eingebettet, sodass die Restaurantbesucher selbst zum Teil der Schlussszene der „Piraten in Batavia“ werden. Der Innenraum bietet Platz für bis zu 160 Gäste, weitere 30 Personen können ihre Bowl unter freiem Himmel zwischen den neugestalteten Amsterdamer Häuserfassaden genießen. Ergänzend dazu gibt es mit dem „Batavia Inn“ ein Take-Away-Angebot mit asiatischen Leckereien für unterwegs.

Eine weitere Besonderheit des Restaurants ist die große Bühne, die durch den Bootskanal der „Piraten in Batavia“ vom Speiseraum getrennt wird. Hier können die Gäste abwechslungsreiche Unterhaltung und hervorragende Küche zur gleichen Zeit genießen.

Die Piraten sind zurück! Europa-Park feiert Wiedereröffnung der beliebten Familienattraktion „Piraten in Batavia“

Die "Piraten in Batavia" sind zurück im Europa-Park! Bild: Europa-Park
Die „Piraten in Batavia“ sind zurück im Europa-Park! Bild: Europa-Park

Nach sehnsüchtiger Zeit des Wartens war heute Vormittag der große Moment gekommen: Die „Piraten in Batavia“ sind samt dem Restaurant „Bamboe Baai“ in den Holländischen Themenbereich von Deutschlands größtem Freizeitpark zurückgekehrt! Für die Inhaberfamilie Mack sowie tausende treue Fans hat die neue und zugleich doch bekannte Attraktion dabei eine ganz besondere Bedeutung: Seit 1987 konnten sich Groß und Klein auf ein spannendes Abenteuer begeben und mit dem Boot die exotische Hafenstadt Batavia auskundschaften. Über 30 Jahre lang war die liebevoll gestaltete Familienattraktion mit ihren vielen Details einer der Besuchermagneten des Europa-Park – bis ein Brand sie im Mai 2018 zerstörte. Zurück blieben jede Menge unvergessliche Erinnerungen und der große Wunsch, den „Piraten in Batavia“ so schnell wie möglich wieder Leben einzuhauchen. Nun ist die Legende nach nur 24 Monaten Bauzeit zurück.

Am Vormittag feierte die Inhaberfamilie Mack gemeinsam mit Paola Felix sowie Guido Wolf, Minister der Justiz, Tourismus und für Europa, die ersehnte Wiedereröffnung der beliebten Familienattraktion, in die ein zweistelliger Millionenbetrag investiert wurde. Inhaber Roland Mack: „Wir freuen uns sehr, heute dieses denkwürdige Ereignis feiern zu können. Der Brand und der Verlust der einzigartigen Attraktion hatten ein tiefes Loch in unser Herz gerissen. Umso schöner ist die Tatsache, dass die ,Piraten in Bataviaʼ wieder im Europa-Park zu Hause sind – jetzt sogar noch schöner, größer und aufregender.“

Ahoi! Die Piraten in Batavia stechen wieder in See

Wie das Original, nur noch schöner! Die "Piraten in Batavia" sind wieder da. Bild: Europa-Park
Wie das Original, nur noch schöner! Die „Piraten in Batavia“ sind wieder da. Bild: Europa-Park

Langsam geht die Sonne hinter den Holzgiebeln der Hafenstadt Batavia unter und taucht die Häuser in ein goldenes Licht. Doch das pittoreske Bild täuscht. Die Piraten sind in der Stadt! Bartholomeus van Robbemond und Diablo Cortez liefern sich ein spektakuläres Rennen durch Indonesien. Das Objekt der Begierde ist ein magischer Dolch, der seinen Besitzer unverwundbar macht – der Feuertiger!

Ganz beschaulich beginnt die Reise in den Niederlanden – in einer holländischen Spelunke. Hier wüteten nur Stunden zuvor noch Piraten und üble Trunkenbolde. Auf den dunklen Holztischen stehen halbleere und umgekippte Bierkrüge, ein Kronleuchter hängt schief von der Decke. Es riecht nach Schnaps, Grog und Schweiß. Leere Bierfässer, umgestoßene Tische und Stühle zeugen von einem wilden Gelage, bei dem sich Piraten ordentlich einen hinter die Augenklappe gekippt haben. Direkt hinter der Bar liegt eine urige Brauerei. Hier deckt sich die Meute mit Vorräten ein. Bis unters Dach türmen sich die Bierfässer.

Weiter geht es in einen mystischen Raum. Die Wände sind mit unzähligen Land- und Seekarten aus aller Welt bedeckt, überall finden sich exotische Requisiten – ein wahres Sammelsurium an Andenken.

Plötzlich steht Bartholomeus van Robbemond vor der illustren Reisegruppe. Er erzählt von seiner geheimnisvollen Suche, mithilfe einer magischen Schatzkarte, nach dem Feuertiger, einem magischen Dolch, und lädt ein, ihn bei seinem Abenteuer zu begleiten.

Vor der Wasserschleuse warten auch schon Boote auf die wagemutigen Passagiere, die dem Piraten folgen wollen. Die Anker werden gelichtet.

Aye, aye Käptn! Eine aufregende Reise beginnt. Wird es ein gefährliches Unterfangen?

Das Schiff steuert schon nach kurzer Fahrt auf einen heftigen Sturm zu. Die Wellen peitschen hoch, zuckende Blitze erhellen den pechschwarzen Himmel, aus dem ein bedrohliches Grollen dröhnt. Heftiger Regen prasselt auf die Planken. Die Takelage knarzt bedrohlich unter der Last des Windes. Plötzlich fährt das Boot auf eine meterdicke Nebelwand zu und stürzt hinab in die Tiefe. Beim Klabautermann! Das war nervenaufreibend. Der Sturm hat die Abenteurer in eine indonesische Schlucht geführt. Van Robbemonds Boot hat das Unwetter nicht überstanden. Das Wrack liegt zersplittert auf der Seite.

Atemberaubende Wasserfälle plätschern auf beiden Seiten herab. Der Dschungel berauscht mit seiner Vielfalt an Gerüchen und Geräuschen. Affen und Vögel sind zu hören. Im Hintergrund sind riesige Schiffe zu sehen, unter anderem das Boot von Cortez. Van Robbemond ist auf der Suche nach der magischen Karte, die ihm den Weg zum Feuertiger zeigt. Der Piratenfreund mit seinem lustigen Kameraden Jopie, einem frechen Otter, hofft, sie im nahegelegenen Dorf zu finden.

Mittlerweile dämmert es. Die Bewohner der Stelzenstadt bereiten sich auf den morgigen Markt vor. Geschäftiges Treiben herrscht in den Straßen. Der Dorfälteste erzählt spannende Geschichten bei flackerndem Kerzenschein, umgeben von Sprotten, den unbedarften Kindern, die mucksmäuschenstill lauschen. Bartholomeus van Robbemond nutzt die Gunst der Stunde und kann mit den Resten seiner Schätze den richtigen Weg für die Weiterfahrt verhandeln.

Voran geht es auf der wilden Expedition. Die Landratten nähern sich jetzt einer Piratenschlacht. Kanonen donnern durch die Luft, die Masten versunkener Schiffe säumen den Weg. Nur die Totenkopfflaggen flattern noch im Wind. Hier geht so mancher Seeräuber über die Planke. Auch van Robbemond ist wieder zu sehen und sollte sich in Acht nehmen – Diablo Cortez hat sich an Bord seines Bootes geschlichen. Nach einem wilden Duell drängt er ihn und Jopie auf die Planke. Das Schiff der Abenteurer, die die Szene beobachten, kann gerade noch beidrehen und umrundet das Schlachtfeld unbeschadet.

Yo-ho-ho! Geschafft! Die Bewohner von Batavia haben van Robbemond und seinen Otter aus dem Wasser gezogen und ihnen das Leben gerettet. Hinter dicken Stadtmauern lockt die sichere, pulsierende Stadt und lädt zum fröhlichen Feiern ein. Indonesische Seemannslieder klingen durch die Straßen und Krüge mit bestem Rum machen die Runde. Doch Batavia ist nicht für jeden ein lustiger Ort: So mancher Piratenkapitän sitzt hier hinter Gittern. Genau da landet auch van Robbemond und kann nur auf seine Befreiung hoffen.

Kaum hat man die Siedlung verlassen, umhüllt der feuchte Nebel des indonesischen Dschungels Boot und Insassen. Langsam segelt der Kahn durch saftig-grünes Dickicht. Ein tiefes Knurren grollt durch den Urwald. In der Ferne ist das bereits vertraute Gesicht von van Robbemond zu sehen, der sich im finalen Kampf gegen Gegenspieler Cortez durchsetzt. Nur noch wenige Meter trennen ihn von seiner Beute, dem magischen Dolch, der in der Mitte eines Tempels zu schweben scheint. Seine Macht ist offensichtlich. Der ehrwürdige Raum scheint zu vibrieren. Mit flinken Schritten nähert sich der Pirat.

Arr! Das war eine anstrengende Reise. Jetzt hat er es geschafft. Der Feuertiger ist in seinen Händen. Schnell packt ihn Bartholomeus van Robbemond in seine Schatzkiste. Die Kräfte des Dolches sind zu gefährlich, um ihn in fremde Hände zu geben. Er ist nun der Hüter des magischen Artefakts.

Langsam driften die Boote zurück in den Hafen. Während Backbord das indonesische Restaurant „Bamboe Baai“ mit exotischen Köstlichkeiten wartet, die durch die edelsten Gewürze Asiens betörend duften und den Magen knurren lassen, wartet Steuerbord eine Horde gieriger Affen, die immer wieder um Cortez herumgeschlichen ist und sich jetzt über das Diebesgut freut.

Das wilde Abenteuer ist bestanden! Angekommen am sicheren Ankerplatz liegen sich die Matrosen glücklich in den Armen. Der Feuertiger ist in Sicherheit. Das Gute hat gewonnen.

„Piraten in Batavia“ ist eine spektakuläre circa 8-minütige Bootsfahrt für die ganze Familie. In 18 Booten können jeweils 16 Passagiere mit Bartholomeus van Robbemond auf eine abenteuerliche Reise gehen. Über 100 Figuren mit modernster Technik und filigranen Bewegungen holen das beschwingte Leben einer indonesischen Kolonie mit unzähligen Piraten in den Holländischen Themenbereich von Deutschlands größtem Freizeitpark.

Am 28. Juli 2020 wurde die beliebte, detailverliebte Themenfahrt mit aufwändig gestalteten Szenen wiedereröffnet. Die Bootsfahrt aus dem Hause Mack Rides feierte bereits 1987 Premiere und präsentiert sich jetzt noch schöner und moderner, ohne dabei die liebgewonnenen Szenen zu verlieren. Die Wegeführung entspricht exakt der Original-Bahn.

Auch das indonesische Restaurant „Bamboe Baai“ lockt jetzt wieder mit exotischen Gerichten und bestem Blick auf die liebevoll umgesetzte Familienattraktion. In der Mitte des Restaurants überzeugen Künstler mit artistischer Höchstleistung. Hier verschmelzen Kulinarik, Fahrgeschäft und Show zu einem unnachahmlichen Gesamtkonzept, das seinesgleichen sucht.

Im Magic Cinema 4D läuft dreimal täglich der Kurzfilm „Aufbruch nach Batavia“ und in der Eis-Arena können die Besucher den Piraten in den indonesischen Dschungel folgen. Außerdem erscheint im Herbst der erste Band der neuen Romanserie zum Adventure Club of Europe im Coppenrath Verlag. Im ersten Buch spielt die Geschichte von Batavia eine wichtige Rolle.

Holländisches Fest im Europa-Park

Land in Sicht: Die Attraktion "Piraten in Batavia" wird Ende Juli eröffnet. Bild: Europa-Park
Land in Sicht: Die Attraktion „Piraten in Batavia“ wird Ende Juli eröffnet. Bild: Europa-Park

Am 28. Juli kehren endlich wieder die beliebten „Piraten in Batavia“ in Deutschlands größten Freizeitpark zurück – dies muss gefeiert werden! Beim Holländischen Fest erleben die Besucher vom 28. Juli bis 2. August einen Hauch niederländisches Flair. Angefangen von leckeren Poffertjes oder Pommes mit Joppiesauce, bis hin zu traditionellen Handwerksberufen wie dem Klompenmaker und Segel- und Netzmacher, bringen den Gästen die Kultur der Niederlande ein Stück näher. Anschließend geht es mit den berüchtigten Seemännern auf eine faszinierende Bootsfahrt durch die exotische Hafenstadt von Batavia!

Zu Ehren der Rückkehr der beliebten „Piraten in Batavia“ feiert der Europa-Park vom 28. Juli bis 2. August mit den Besuchern ein Holländisches Fest. Zu sehen gibt es historische Handwerksberufe, wie den Holzschuhschnitzer, genannt Klompenmaker, oder einen Segel- und Netzmacher. Zudem wird eine alte Käsewaage aus Edam in den Europa-Park gebracht, mit welcher zur Eröffnung der „Piraten in Batavia“ am 28. Juli ein prominenter Gast in Käse aufgewogen wird – wie schon einst bei der ersten Eröffnung im Jahre 1987. Beim Poffertjesbäcker um die Ecke kann man sich bei leckeren kleinen Pfannkuchen genussvoll stärken. Das Europa-Park Showballett führt traditionelle Holzschuhtänze auf und Stelzenläufer sowie zahlreiche Künstler in landestypischen Farben runden das Fest ab. Die Besucher können sich rund um das Karussell „Koffiekopjes“ in die fassettenreiche Kultur der Niederlande entführen lassen und dabei einen Abstecher mit den Piraten nach Batavia unternehmen. 

Verlegung einer Transferleitung für Europa-Park Großattraktion: Ein Tunnel von Herrenknecht für die „Piraten in Batavia“

Ein Tunnel von Herrenknecht für die "Piraten in Batavia". Bild: Europa-Park
Ein Tunnel von Herrenknecht für die „Piraten in Batavia“. Bild: Europa-Park

Spezialauftrag für den weltweit aktiven Tunnelbohrunternehmer Martin Herrenknecht aus der Ortenau: Die „Piraten in Batavia“ brauchen einen Tunnel. Herrenknecht ist weltweit bei allen großen Tunnelprojekten dabei, ob beim Gotthard, in Istanbul, Moskau oder Rio de Janeiro. Doch wurde jemals für Piraten gebaut?

„Alles halb so aufregend“, versichert Europa-Park Inhaber Roland Mack. Beim Wiederaufbau der Attraktion „Piraten in Batavia“ war eine baulich schwierige Situation entstanden: Eine wichtige Transferleitung zur Ent- und Versorgung der „Piratenfahrt“ musste gelegt werden. Doch um am angrenzenden Werkstattgebäude vorbeizukommen, musste ein unterirdischer Weg her.

Kein Problem für die Tunnelbohrer von Herrenknecht, die ihre Konzern-Zentrale nur wenige Kilometer vom Europa-Park entfernt haben. Der neue Tunnel ist 32 Meter lang. Mit einer Microtunnelling-Maschine von Herrenknecht wurde die Bohrung innerhalb von drei Tagen erfolgreich fertiggestellt. Vom Auftrag bis zur Fertigstellung vergingen gerade einmal sechs Wochen. Alles verlief präzise und reibungslos. Am Ende gab es sogar eine offizielle Urkunde mit Erinnerungsfoto für den erfolgreichen „Durchstich“, wie bei allen weltweiten Großprojekten von Herrenknecht üblich.

Urkunde zum erfolgreichen "Durchstich". Bild: Europa-Park
Urkunde zum erfolgreichen „Durchstich“. Bild: Europa-Park

Die Technik und die Experten aus Schwanau sind nicht nur für XXL-Tunnel im Einsatz, sondern auch bei kleinen oder mittelgroßen Ver- und Entsorgungstunneln aller Art. Für Roland Mack doppelter Grund zur Freude: „Es ist optimal, dass wir solch einen Tunnelspezialisten wie die den Weltmarktführer Herrenknecht als Freund und Partner haben. Herrenknecht ist häufiger Kunde mit Firmenveranstaltungen bei uns im Europa-Park. Jetzt konnten wir die Expertise von Herrenknecht live erleben.“ Erst kürzlich hatten die Familien Mack, Herrenknecht und Burda eine enge Kooperation für eine gemeinsame Digitalstrategie am Oberrhein beschlossen – Baden Digital.

(ep)

In Memoriam: EUROPA-PARK – „Piraten von Batavia“

"So enden meistens die Verräter!" - Szene aus "Piraten von Batavia"

„So enden meistens die Verräter!“ – Szene aus „Piraten von Batavia“

„Was wollt Ihr hier? Das ist die Pier für die Schiffe nach Batavia!“
– Pirat am Einstieg in die Boote der Attraktion „Piraten von Batavia“

Die Attraktion „Piraten von Batavia“ wurde 1987 als Erweiterung und Hauptattraktion des Niederländischen Themenbereichs des Europa-Park eröffnet. Der Besucher erlebte hier eine Fahrt in einem Boot durch die Welt von Niederländisch-Ostindien zur Kolonialzeit, genauer gesagt einen Überfall von Surabaya-Jim und seinen Piraten auf die niederländische Handelsniederlassung Batavia. Die Welt ist eines der Meisterwerke des langjährigen Europa-Park-Architekten Ulrich Damrau, der früh erkannt hatte, dass man den Besuchern etwas zum Anschauen und Fotografieren bieten musste. Entsprechend detailverliebt präsentierten sich die „Piraten“ schließlich und wurden im Lauf der Zeit noch erweitert. Die letzte große Neubearbeitung erfuhr das Fahrgeschäft, als es zum wesentlichen Bestandteil des vom Europa-Park entworfenen Erzählkonzepts „Adventure Club of Europe“ werden sollte. Der Gründer des „Adventure Club of Europe“ war der Erzählung nach der Niederländer Van Robbenmond, der nach einem legendären Dolch, dem „Feuertiger von Batavia“ gesucht und diesen auch gefunden hat. Der schreckliche Fluch der Klinge führte bei Van Robbenmond allerdings zu einem Gesinnungswandel und führte zur Gründung des „Adventure Club of Europe“, der den letzten großen Geheimnissen unseren Planeten nachspüren sollte. Das Logo des „A C E“ soll Van Robbenmond eingefallen sein, als er das Logo der „Vereenige Oost-Inda Companie“ („V O C“) auf dem Kopf stehend gesehen hat.

In diesem Artikel soll die Attraktion, die beim Großbrand im Europa-Park am 26. Mai 2018 ein Raub der Flammen wurde, etwas genauer betrachtet werden.

Einer der Piraten im Anstehbereich.

Einer der Piraten im Anstehbereich.

Eingang / Anstehbereich

Der Eingang der „Piraten“ war ein großes Tor mit einer Anstehschlange, die sich um quergeführte Reihen je nach Ansturm erweitern ließ. Die Besucher gingen hier an verschiedenen Szenen vorbei, schlafende Piraten, schleichende Piraten, Soldaten, die einen Brunnen bewachen, bis man schließlich oben in der Stube eines wichtigen Offiziers angekommen war, der sich zusammen mit einem Adjudanten eine Karte betrachtete. Daneben war ein armer Untergebener damit beschäftigt, den Inhalt einer heruntergefallenen Schüssel wieder aufzuheben, während neben ihm eine Dame zu fremdartigen Klängen tanzte.

Eine Station weiter befand sich der Besucher im großen Verteidigungsturm mit den Kanonen, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ein lautes Donnern von sich gaben. Von hier aus musste man noch durch einen kurzen Gang und befand sich nun direkt im Einstiegsbereich. Hier ging es in die eigentliche Attraktion, die kleinen Boote, die die Besucher durch Batavia fahren sollten.

Einstiegsbereich / Vor der Rampe

"Was wollt Ihr hier? Das ist die Pier für die Schiffe nach Batavia. Surabaya-Jim hat in der Stadt ganze Arbeit geleistet. Batavia brennt - und Ihr wollt da hin? Oh yes, Batavia is burning - la ville est en flamme! Gut, ich war auch dort, und wie Ihr seht, es hat mir nicht geschadet."

„Was wollt Ihr hier? Das ist die Pier für die Schiffe nach Batavia. Surabaya-Jim hat in der Stadt ganze Arbeit geleistet. Batavia brennt – und Ihr wollt da hin? Oh yes, Batavia is burning – la ville est en flamme! Gut, ich war auch dort, und wie Ihr seht, es hat mir nicht geschadet.“

Nachträglich ist es eine bittere Ironie, dass die Besucher am Einstiegsbereich von einem Piraten empfangen werden, der ihnen mitteilt, dass „Batavia brennt„, aber das ist nun mal das Leben. Der Besucher stieg an der Stelle in das Boot, das dann in den Kanal entlassen wurde. Die erste Station war ein Pirat, der eine Weinflasche entkorkte und die Gäste direkt ansprach: „Prost – lekker smaken! Ey Leute, Ihr wollt doch nicht etwa da runter? C’est dangereux! Vous etes foux – crazy! Ach, geht zum Teufel!  Allez en enfer!“ Was der Pirat damit meinte, wurde dem Besucher nach der nächsten Kurve klar: Das Boot fuhr auf eine Schiene und eine Rampe nach unten, während von oben Teile eines Tempels einbrachen.

"Allez en enfer!"

„Allez en enfer!“

Piratenschiff / Die Piraten überfallen die Stadt

Der Besucher landete damit genau in dem Konflinkt zwischen den Piraten und den Soldaten, die Batavia verteidigten und sich – wie es bei guten Piraten üblich ist – Beleidigungen an den Kopf warfen: „Pass auf, Du Vogelscheuche, hier kommt holländisches Blei!“ Dem Donner der Kanonen entkommen fuhr das Boot mit seinen Passagieren durch eine Öffnung in der Mauer von Batavia mitten hinein in eine Szenerie, die im einzelnen zu beschreiben hier eine fast unmögliche Aufgabe ist. Da war der Sklavenmarkt, der Pirat, der auf einem Schwein reitet, der Pirat, der eine Kiste nach unten reicht, das Kind, das einen der Piraten bedrängt, der Betrunkene auf der Brücke, das brennende Haus (die zweite bittere Ironie, da die Figur hier sogar rief: „Hilfe! Hilfe! Das ganze Haus steht in Flammen!“), die Piraten, die durch die Stadt streichen, bis hin zum großen Essensmarkt. Bemerkenswert fand ich persönlich immer eine Figur, bei der ich mir nicht helfen kann – sieht dieser Pirat nicht aus wie Ulrich Damrau?

Einer der Piraten in der Szenerie.

Einer der Piraten in der Szenerie.

Entscheidet selbst:

Ulrich Damrau - Bild: Europa-Park

Ulrich Damrau – Bild: Europa-Park

Piratenhöhle / Dschungel

Nach dem Überfall ging es in die Piratenhöhle, in der arme gefangene einen Affen zu bestechen versuchten, ihnen den Schlüssel zu ihrer Zelle zu geben, während nebenan der sinistre Anführer der Piraten dabei war, ein Mannschaftsmitglied abzuurteilen. Gegenüber der Höhle wurde später ein Tiger hingestellt und in die Geschichte vom „Feuertiger von Batavia“ eingebunden. Die Tigerfigur mit den leuchtenden Augen stand ursprünglich mal in der Dschungelfloßfahrt, wurde dort allerdings entfernt, als diese Floßfahrt auf das Thema „Afrika“ geändert wurde – und wie jeder inzwischen wissen dürfte, gibt es keine Tiger in Afrika.

"So enden meistens die Verräter!" - Szene aus "Piraten von Batavia"

„So enden meistens die Verräter!“ – Szene aus „Piraten von Batavia“

Dschungel / Bamboe Baai

Nach der Höhle traf der Besucher auf eine Familie mit einem Karren, die offenbar versuchte, der Stadt zu entkommen. Hier kam auch im Rahmen der Erzählung um den „Feuertiger“ die Figur des Piraten dazu, den die Besucher schon am Einstieg getroffen hatten. Er hielt eine Kiste in Händen und sagte: „Da seid Ihr ja wieder. Na, habe ich zu viel versprochen?“ Mit diesen Worten öffnete er die Kiste und gab den Blick auf den „Feuertiger“ frei, der darin lag. Die weitere Fahrt führte durch den Dschungel und „das Paradies“, wie sich selbiger Pirat ausdrückte: „Bamboe Baai“. Ursprünglich war es eine reine Dschungellandschaft mit einem Tempel, die die Besucher durchquerten, bevor es aus der Attraktion herausging. Später wurde der Tempel zur Bühne umgebaut und der Dschungel zu einem asiatischen Restaurant.

Bamboe Baai.

Bamboe Baai.

Damit war die Fahrt zu ende. Je nach Tageszeit und Andrang konnten die Besucher in zwei verschiedene Richtungen gelotst werden, entweder durch das Restaurant oder direkt nach draußen.

Die Halle der „Piraten von Batavia“ grenzte auf der einen Seite direkt an den Skandinavischen Themenbereich (im Souvenirladen konnte man, wenn man genau hinhörte, die Geräuschkulisse der „Piraten“ hören), auf der anderen Seite an den Verwaltungsbereich des Parks und eine Lagerhalle. In dieser Lagerhalle brach aus noch ungeklärter Ursache am 26. Mai 2018 ein Feuer aus. Das Feuer griff rasch um sich und erfasste auch die Halle der „Piraten“. Geschäftsführer Michael Mack hat noch in der gleichen Nacht auf Twitter gepostet: „Lost Batavia … completely“, daher müssen wir davon ausgehen, dass die Attraktion durch das Feuer völlig zerstört wurde (im Gegensatz zum Skandinavischen Themenbereich kursieren hier keine Bilder im Internet, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen). Inwieweit andere Attraktionen des Niederländischen Themenbereichs direkt betroffen sind, ist noch nicht bekannt gegeben worden, auf jeden Fall ist der komplette Bereich erst einmal gesperrt und keine der Attraktionen in Betrieb. Das betrifft konkret folgende Fahrgeschäfte und Restaurantbetriebe:

  • Koffiekopjes
  • Piraten in Batavia
  • Ballpool
  • Kindermusical
  • Restaurant Bamboe Baai & Bamboe Baai Show
  • Molencafé
  • Friethuys

Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch am Sonntag aufgenommen. Was weiter geschehen wird, wird der Europa-Park in nächster Zeit noch bekannt geben.

Benedikt Weber auf Entdeckungsreise in den Niederlanden – Europa-Park JUNIOR CLUB

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Holland oder Niederlande, Theaterstück oder Musical – Benedikt Weber erklärt euch die Unterschiede und nimmt euch mit auf eine spannende und leckere Erlebnistour in den Themenbereich Niederlande im Europa-Park.

Jetzt anmelden! https://www.ep-juniorclub.de

 

EXPEDITION R 2015 #12: Europa-Park – Niederländischer Themenbereich

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1987 eröffneten die „Piraten in Batavia“ im Europa-Park und vervollständigten damit den „Niederländischen Themenbereich“. Grund genug, heute einen Blick in dieses Viertel zu werfen, das unseren direkten Nachbarn gewidmet ist.

 

EUROPA-PARK Shows 2013: "Der Gunkel" (Kinder-Musicaltheater)

Bild: Europa-Park

Einen großen Geheimnis geht das Kinder-Musicaltheater 2013 nach: Wenn aus der Waschmaschine Socken verschwinden oder man sich sicher ist, den Kugelschreiber auf den Tisch gelegt zu haben und er dort nicht mehr ist – was ist dann passiert? Schusseligkeit? Nein, das muss der junge Lukas Samrau feststellen, jemand entwendet die Sachen und bringt sie auf den Planeten der Kugelschreiber, damit… äh, nein, das verraten wir an der Stelle mal nicht. Aber den Namen des Übeltäters können wir verraten: es ist der Gunkel.
„Der Gunkel“ ist eine komplette Eigenproduktion, die von Anspielungen auf diverse Science-Fiction-Geschichten nur so sprüht, „Star Wars“, „Captain Future“ und auch der leider früh verstorbene Altmeister Douglas Adams werden zititert.

Die Show dauert ungefähr dreißig Minuten. Die Darsteller sind (in Klammern die Alternativbesetzung):

Der Gunkel: Lisa Greiner (Marianne Lindt)
Lukas Samrau: Lukas Baßler (Markus Fischer)
Mama Samrau: Carmen Strohecker (Lucia Reichard)
Papa Samrau: Mario Verkerk (Christoph Hüllstrung)
Mama Gunkel: Carmen Strohecker (Lucia Reichard)
Papa Gunkel: Mario Verkerk (Christoph Hüllstrung)

Goede Dag, dit is Holland: Welkom!

Goudaträger, Tulpen, Holzschuhtanz: Holland zu Gast im Europa-Park

Urige Käseträger aus Harfsen: eine jahrhundertealte Tradition. Bild: Europa-Park

Holzschuhtänze, Poffertjes, traditionelle Käseträger, landestypische Trachten, ein riesiges Tulpenmeer und vieles mehr erwartet die Besucher am 16. und 17. Juni beim Holländischen Fest in Deutschlands größtem Freizeitpark. Bereits zum 13. Mal findet ein großes Straßenfest im malerischen holländischen Dorf statt, das in den Landesfarben orange, blau, weiß und rot dekoriert ist.

Hup Holland Hup: Das Holländische Fest gibt interessante Einblicke in die mannigfaltige niederländische Kultur mit landestypischen Leckereien und Traditionen. An verschiedenen Ständen zeigen eigens angereiste Experten traditionelles Handwerk. So gibt es beim Poffertjesbäcker leckere Pfannkuchen in allen Variationen und sogenannte „Clompenmaker“ präsentieren ihre Holzschuh-Schnitzkünste. Mit ihren original orangefarbenen Hüten präsentieren die Käseträger vom Käsemarkt aus Harfsen die etwa zehn Kilo schweren Laiber.

Das Europa-Park Showballett führt traditionelle Holzschuhtänze auf und Stelzenläufer sowie zahlreiche Trachtenträger runden das farbenprächtige Festtagsbild ab und entführen in die facettenreiche Kultur der Niederlande. Für Liebhaber der Nation „Oranje“ darf natürlich eine Fahrt in den wirbelnden „Koffiekopjes“ nicht fehlen. Der Besuch des Festes im Schatten der stattlichen Windmühle, dem Wahrzeichen des holländischen Dorfes, ist im Eintrittspreis für den Europa-Park enthalten.

Quelle: Europa-Park

Hoi en welkom! – Holland zu Gast im Europa-Park: Kaas, Windmühlen und Holzschuhtanz

Käseträger beim Holländischen Fest im Europa-Park. Bild: SKUB Fotostudio GmbH / Europa-Park

Am 28. und 29. Mai bietet der Europa-Park während des Holländischen Festes wieder ein buntes Programm rund um die niederländische Kultur. Poffertjes essen, die Kunst des Porzellanmalens kennen lernen, traditionelle Käseträger aus Harfsen bestaunen, sich von landestypischen Tänzen und Trachten faszinieren lassen und vieles mehr erwartet die Gäste am kommenden Wochenende in Deutschlands größtem Freizeitpark. Ein riesiges Tulpenmeer entführt die Besucher in die Kultur der Niederlande und gibt ihnen einen Hauch von holländischem Flair.

Der Europa-Park lädt wieder zum alljährlichen Holländischen Fest ein und sorgt für jede Menge gute Laune. Große und kleine Besucher können kulinarische Leckereien, landestypische Traditionen und schwungvolle Holzschuhtänze genießen und bestaunen. Ob die typische Bemalung von hochwertigem Porzellan oder eine Ausstellung ursprünglich niederländischer Trachten – das Holländische Fest gibt interessante Einblicke in die holländische Kultur.
Mit ihren original orangefarbenen Hüten präsentieren die Käseträger vom Käsemarkt aus Harfsen ihren schweren Gouda. Das Treiben wird von altholländischen Marktleuten abgerundet, die den Besuchern neben der Kunst des Glasblasens und des Spinnens auch die Herstellung frischer Butter und von Senf näher bringen.
Wer sich nach dem umfangreichen Programm genussvoll stärken möchte, kann dies beim Poffertjesbäcker um die Ecke tun. Hier werden leckere holländische Pfannkuchen für alle Schleckermäuler in vielen Variationen kredenzt.
Währenddessen können die Liebhaber der Nation „Oranje“ das bunte Treiben im Holländischen Themenbereich verfolgen. Das Europa-Park Showballett führt traditionelle Holzschuhtänze auf und Stelzenläufer sowie zahlreiche Künstler in typisch holländischen Trachten runden das farbenprächtige Festtagsbild ab und entführen in die facettenreiche Kultur der Niederlande.

Quelle: Europa-Park

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