Schwarzwald


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Der Schwarzwald ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge. Er liegt im Südwesten Deutschlands, in Baden-Württemberg.

Er erstreckt sich vom Hochrhein bis zum Kraichgau (Süden nach Norden) und von der oberrheinischen Tiefebene bis zum Klettgau (Westen nach Osten). Seine maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 150 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung liegt zwischen 30 und 50 Kilometern. Er wird im Allgemeinen in die Gebiete Nordschwarzwald, Mittlerer Schwarzwald und Südschwarzwald eingeteilt. Die höchste Erhebung des Schwarzwaldes ist der Feldberg mit 1.493 m NN.
Zu der Region Schwarzwald zählen wir hier bei der ErlebnisPostille die Landkreise Calw, Freudenstadt, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis und Waldshut, sowie den größten Teil der Landkreise Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Ortenaukreis und Rastatt.

Der Schwarzwald war ursprünglich bekannt als “Abnoba Mons”, nach der keltischen Gottheit Abnoba. Das Gebirge war jedoch so dicht mit Wald bewachsen, dass sich weder die Kelten noch die später in die Region gekommenen Römer tiefer hinein trauten, sondern lediglich die Flusstäler besiedelten. Von dem Römern erhielt das Gebirge zuerst den Namen “Marciana Silva” (vom Germanischen “marka” = “Grenze” und “silva” = “Wald”, also “Grenzwald”, weil hier der römische Limes verlief). Beeindruckt von der nachtdunklen Schwärze in den Wäldern nannten die Römer das Gebiet dann aber “Silva Nigra”: “schwarzer Wald”. Erst im dritten Jahrhundert nach Christus kamen die Alemannen, vertrieben die Römer und begannen, den Schwarzwald zu besiedeln.

Geschichte

Die Alemannen drangen über der Täler in den Schwarzwald ein und besiedelten diese. Stück für Stück kamen sie dabei vorwärts, bis das ganze Gebiet mit vielen, teils sehr kleinen Siedlungen überzogen war.
Die Bewohner des Schwarzwalds lebten vom Bewirten von Feldern, später vom Bergbau (unter anderem wurde Zink, Blei und Silber abgebaut) und von den Bäumen. Durch letzteres wurde stark in das Landschaftsbild eingegriffen, das Bild vom “romantischen Schwarzwald” mit Nadelbäumen, das touristisch vermarktet wird, entspricht nicht dem ursprünglichen. Der Schwarwald war eigentlich ein Mischwald, da Fichten aber sehr viel schneller Nachwachsen, wurden Monokulturen gepflanzt. Das rächte sich bei extremen Wetterbedingungen, einem Sturm kann ein Mischwald bespielsweise sehr viel besser standhalten als eine Fichtenmonokultur.
Da der Schwarzwald auch Rohstoffe zur Glasverarbeitung lieferte, entstanden dort viele Glasbläsereien. Mehr als ein Ort, der “Glashütte” heißt oder im Namen trägt, zeugt heute noch davon.
Zuletzt kam im 19. Jahrhundert noch die Uhrenindustrie auf. Die Schwarzwaldbauern stellten sie im Winter her, wenn die Felder nicht bestellt werden konnten, aber mit irgendetwas Geld verdient werden musste. Die Bestandteile der Uhren wurden dabei aus Holz gefertigt. Auf diese Weise entstanden die berühmten Kuckucksuhren, auch heute noch ein weltweiter Exportschlager.

Klima

Der Schwarzwald ist geprägt durch regelmäßige Niederschläge während des ganzen Jahres, wobei der Nordschwarzwald die Region mit dem meisten Niederschlag ist. Die Temperaturen schwanken über das Jahr nur gering und es gibt wenig Extremwerte. Im Sommer liegt das an den häufig auftretenden, leichten Winden, im Winter an den Hochdruckwetterlagen, die in der Höhe für Sonnenschein sorgen, während im Tal Nebel herrscht.

Geographie

Der Schwarzwald hob sich als Gebirge nach dem Einbruch des Oberrheingrabens. Das endgültige Bild wurde durch die Gletscher mehrerer Eiszeiten geprägt. Einige heute noch existierende Seen wie der Titisee oder der Mummelsee entstanden beispielsweise durch die Mulde einer Gletschermoräne.

Literatur über den Schwarzwald